Bachelor im Ausland
War es früher mitunter recht kompliziert ein Auslandssemester oder ein komplettes Studium im Ausland hierzulande anerkennen zu lassen, gestaltet sich dies dank des Bologna-Prozesses heute deutlich einfacher. Durch die Einführung des mehrstufigen Studienmodells in fast ganz Europa läuft ein Bachelor-Studium innerhalb der EU immer gleich ab, sodass man dieses auch problemlos im Ausland absolvieren kann.
Nach dem ECTS (European Credit Transfer System) sammelt man im Laufe eines sechs-semestrigen Bachelor-Studiums stets 180 Leistungspunkte, bei längeren Studiengängen erhöht sich die Zahl der geforderten Credit Points entsprechend. Folglich befolgen alle Bachelor-Studiengänge die gleichen Grundprinzipien und sind somit untereinander kompatibel. Aus diesem Grund lässt sich der Bachelor auch im Ausland hervorragend absolvieren, sodass man nicht nur umfassendes Fachwissen in seinem Studienbereich erwirbt, sondern gleichzeitig ebenfalls einen Einblick in die fremde Kultur erhält und seine Kenntnisse der jeweiligen Landessprache deutlich verbessern kann.
Durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland erkennt auch die hiesige Wirtschaft diese akademischen Abschlüsse immer mehr an, wodurch der Bachelor im Ausland keineswegs ein Hinderungsgrund für eine Karriere in Deutschland darstellt. Die Personalverantwortlichen kennen mittlerweile die Inhalte eines Bachelor-Studiums und wissen Bewerber mit einem solchen Abschluss also gut einzuschätzen.
Bis vor einigen Jahren konnte man während eines Auslandsstudiums nur die dort gebräuchlichen Abschlüsse erwerben, was bei der Bewerbung nicht selten problematisch war. Mit der Einführung der Bachelor- und Master-Abschlüsse im Zuge des Bologna-Prozesses wurde dieser Situation nun ein Ende bereitet, denn für den Ablauf eines Bachelor-Studiums spielt es keine Rolle, ob es in Deutschland oder im Ausland durchgeführt wurde.