Bachelor besser als gedacht
Das ist das eindeutige Ergebnis einer Studie, des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung (INCHER).
Das INCHER wertete für die Studie die Aussageben von 70000 Absolventen aus 50 Universitäten aus. Die Befragten kamen alle aus den Prüfungsjahrgängen 2007 und 2008 waren also etwa eineinhalb Jahre im Berufsleben. Die Studie ergab, dass die Zahl der Arbeitslosen unter den Bachelor-Absolventen eineinhalb Jahre nach dem Abschluss genauso gering wie bei den Absolventen der alten Studiengänge ist.
Etwa 78 Prozent der Bachelor-Absolventen von deutschen Universitäten studieren nach dem Abschluss weiter, und zwar zu 90 Prozent in Master-Studiengängen. Von den Fachhochschulabsolventen haben 43 Prozent ein weiteres Studium aufgenommen. Fast die Hälfte davon absolviert ein Masterstudium neben dem Beruf.
Auch die Befürchtung, Studenten könnten sich nach der Studienreform ein Semester im Ausland aus Zeitgründen nicht mehr leisten, trifft laut der Studie nicht zu. Eher das Gegenteil ist der Fall. 27 Prozent aller Bachelor- und Masterstudenten haben eine Zeit lang im Ausland studiert. Das bedeutet eine Zunahme von 50 Prozent gegenüber den Diplom-Studiengängen, von deren Absolventen nur 19 Prozent ein Teil des Studiums im Ausland absolviert hat.