Was ist der Bachelor?

Das deutsche Hochschulwesen befindet sich gegenwärtig in einem Umbruch, denn im Zuge des sogenannten Bologna-Prozesses soll in Europa bis zum Jahre 2010 eine komplette Vereinheitlichung der Studienabschlüsse stattfinden. So verdrängen der Bachelor und Master die bislang hierzulande gebräuchlichen Abschlüsse, wie zum Beispiel Magister oder Diplom, sodass sich Studienanfänger mittlerweile in fast allen Fächern nur noch für den Bachelor einschreiben können.

Wortwörtlich übersetzt entspricht der englischsprachige Begriff Bachelor dem deutschen Wort Junggeselle, doch im Zusammenhang mit einem Studium handelt es sich hierbei natürlich nicht um einen unverheirateten Mann, sondern um den ersten akademischen Grad, der durch eine Hochschule vergeben wird.

Im Gegensatz zu den bislang in Deutschland gebräuchlichen Studiengängen ist ein Bachelor-Studium deutlich straffer organisiert und führt aufgrund dessen bereits nach nur sechs bis acht Semestern zum Abschluss. So geht man davon aus, dass ein Student etwa 40 Stunden in der Woche für sein Studium aufwenden muss, um den Abschluss in der Regelstudienzeit zu erreichen.

Ein weiterer Unterschied zu den alten deutschen Studiengängen ist die Tatsache, dass sich der Bachelor im Wesentlichen mit den Grundlagen der jeweiligen Wissenschaft beschäftigt. So liegt der Fokus hierbei auf der Vermittlung der grundlegenden Fertigkeiten und Kenntnisse. Im Anschluss an den Bachelor-Abschluss kann man dann ein Master-Studium absolvieren und im Zuge dessen ein tiefergehendes Fachwissen in dem jeweiligen Fachbereich aufbauen.

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